Sonnengrüße und Zitronencreme von Steffi Baltz

April 3, 2014 By In Der offizielle aya Blog Kommentare deaktiviert für Sonnengrüße und Zitronencreme von Steffi Baltz

Sonnengrüße und Zitronencreme
Über meine Yoga – Arbeit in Wellnesshotels

Von Steffi Baltz

„Atmet ein und hebt die Arme – schaut zum Himmel – und grüßt die Sonne!“ – so lautet die Ansage für Vinyasa 1, die ich mir erlaube zu benutzen um eine Sonnengrußvariante einzuführen, die nicht so ganz den Regeln des Ashtanga-Yoga entspricht.

Stellt euch eine Gruppe mit 8 Teilnehmern vor, zwei Freundinnenpaare, zwei Ehepaare mit Ehemännern, deren Teilnahme nicht so ganz freiwillig ist. Die Ehefrauen haben ein wenig Yogaerfahrung, die Ehemänner gar keine. Ein Freundinnenpaar trifft sich jedes Jahr einmal für ein paar Tage und macht was „Schönes“ zusammen (diesmal Yoga, so ganz ohne Yogaerfahrung ) und die beiden anderen Freundinnen praktizieren schon seit 10 Jahren regelmäßig Yoga, haben schon alles ausprobiert und wissen bestens Bescheid.

Eine typische Wellness-Hotel-Yoga-Retreat-Gruppe!
Manchmal sind die Gruppen ganz klein, haben nur 3 oder 4 Teilnehmer, manchmal sind sie richtig groß mit 15 Teilnehmern.
Die Herausforderung solche Gruppen zu leiten besteht darin zu erkennen, wer was möchte und vor allem wer was kann…und dann alles unter einen Hut zu bringen – nicht immer so ganz einfach bei den verschiedenen Bedürfnissen, Vorkenntnissen und Vorschädigungen.
Aber: immer wieder äußerst spannend für mich! Meine langjährige Erfahrung im Leiten von Psychotherapie-Gruppen kommt mir hier sehr zu gute.
Das Konzept für diese Kurse habe ich mir selbst erarbeitet.
Neben verschiedenen Meditationstechniken, Pranayama-Übungen und Entspannungstechniken aus unterschiedlichen Traditionen, kommt immer wieder auch Ashtanga-Yoga zum Einsatz, aber abgewandelt und den Fähigkeiten der Gruppe angepasst.
Manchmal konnte ich dennoch eine Einheit traditionelles Ashtanga unterrichten. Die Gruppe habe ich dann geteilt und ein zweiter Lehrer kam zum Einsatz.

Ich bin während der Zeit des Retreats in den Hotels untergebracht. Das ist sehr angenehm und hilft mir sehr, mich ganz auf die Yogaarbeit zu konzentrieren.
Die Hotels organisieren diese Veranstaltungen komplett. Da ich auch noch ein eigenes Yogastudio betreibe, weiß ich einen solchen Service besonders zu schätzen, selbst wenn er nicht immer perfekt ist. Zusagen, Absagen und wieder Zusagen, Bezahlung, Raumorganisatin und -koordination…damit habe ich nichts zu tun.

Auch um das Essen muss ich mich nicht kümmern. Und… Es ist immer köstlich!
In einem Hotel gibt es sogar ein vegetarisches Restaurant. Dort sind die Nachtischvariationen unglaublich deliziös! Besonders hervorzuheben ist eine Zitronencreme, von der alle immer total begeistert sind. Eine Teilnehmerin hat das Rezept ergattert und…tja, für 8 Personen 400 g Butter ist nicht wenig. Eine andere Teilnehmerin meinte dazu: „…ich glaube bei 400g Butter in der Zitronencreme muss man hinterher mindestens 400 Sonnengrüße machen … „

Genau!

Sie hat es verstanden: Bhoga (Genießen) und Yoga (Askese)!

Am nächsten Morgen geht es dann schon vor dem Frühstück weiter mit
Sonnengrüßen (nicht ganz 400…).

Die Teilnehmer sind am Ende des Retreats sehr oft motiviert weiter Yoga zu praktizieren. Ein typischer Kommentar: „Ich habe mich sehr wohl gefühlt und werde sicher einen Yoga Weg für mich finden.“
Es freut mich sehr, dass ich so mein Wissen weitergeben kann und viele Menschen bei ihren ersten Schritten auf dem Yoga-Pfad begleiten kann.

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