Orientierung der aya

aya wurde 2003 gegründet, um Standards für Ausbildungen in ashtanga yoga in Deutschland zu entwickeln, umzusetzen und einen offiziellen Beruf zu etablieren. Vermehrt hatten sich Berichte über Schäden durch unqualifizierte Anleitung gesammelt. Dies resultierte daraus, dass Übende ihr Üben weitergaben, ohne Kriterien von gesundheitsfördernder Körper und Atemarbeit zu berücksichtigen. Der Umgang mit Anfängern war nur wenig reflektiert und strukturiert. Wenn Beschwerden aufkamen, konnte nur bedingt professionelle, gesundheitsfördernde Hilfe angeboten werden. Auch war die Kenntnis der zugehörigen Philosophie, Atemarbeit, Anatomie, Ausrichtung der Gelenke zueinander und korrekten Hilfestellungen nicht fundiert erarbeitet, und keine Struktur für die Weitergabe dieses Wissens entwickelt.

Mit der Gründung stieß aya auf ein unerwartet breites Interesse. Es stellte sich jedoch heraus, dass die meisten der ashtanga- Szene zwar die oben geschilderten Fakten beklagten, jedoch selbst keinerlei Ausbildung zu absolvieren wünschten, und lieber wie bisher Erübtes nach individuellen Kriterien weitergeben wollten. Viele erwarteten sich auch eher eine Weiterentwicklung ihrer Lehre durch Mischung von ashtanga mit anderen Yogastilen, als die Ausrichtung der Gelenke verstehen zu lernen, die ashtanga seit alters her in professioneller Weise bietet.

Dies entsprach jedoch nicht dem Gründungsinteresse von aya. Nachdem sich dies mehr und mehr herausstellte und eine dreijährige Ausbildung konzipiert war, die neben dem Spaß ein wenig Lernen und Arbeitsaufwand erfordern würde, strukturierte sich aya um. Wie bei Gründung vorgesehen, bietet aya einen Pool von ashtangayoga Schulen und Lehrenden, die sich einer fundierten Ausbildung unterzogen haben und aktiv darin mitarbeiten, dass das Unterrichtslevel in ashtangayoga steigt. Auf der letzten Mitgliederversammlung wurde ausdrücklich nochmals festgeschrieben, dass aya ein Verband für ausgebildete Lehrende und Schulen bleiben solle. aya bleibt ein Mitarbeitsverein. Eine nur von den Mitgliedern zu öffnende Seite der Homepage informiert auf direktem Weg über den Stand aller Projekte und lädt zu Meinungsäußerung und Mitarbeit ein, was vielfach genutzt wird.

Unsere Prognose geht dahin, dass sich nach und nach für ashtanga die entwickelte Ausbildungsstruktur durchsetzt und sich immer mehr ashtanga-Übende, die auch lehren wollen, von der Notwendigkeit einer strukturierten Ausbildung überzeugen lassen. Für langjährig ashtanga-Lehrende entwickelt aya eine verkürzte ausbildende Nachqualifizierung.

aya betrachtet sich als kleiner, zukunftsträchtiger Verband, der nicht auf viele Mitglieder, sondern auf die Verbreitung einer guten Ausbildung zielt. Die Schulleiter bringen sich als Mitarbeitende und Standards setzende Lehrende ein.

Wir erwarten entsprechend der Zielsetzung eine Stärkung der internen Zusammenarbeit durch aktiv eingreifende Mitglieder, die gleichzeitig Ausbilder, Schulleiter oder Lehrende bzw. Lehrende in Ausbildung sind. Sie setzen sich für eine weitere Verbreitung der Ausbildungsstandards im ashtanga-Bereich ein.

Zur Klärung von Ausbildungen in Osten und Westen informieren wir auf der aya-Homepage unter dem Punkt Ausbildung. Um Schule bei aya zu werden, sollte man die Ausbildungssituation in Deutschland fördern und gestalten wollen.
Nach außen hält sich aya ausdrücklich von der Beurteilung anderer Yogarichtungen, Lehrender und Konzepte fern. Intern wurde eine offene und informative Zusammenarbeit aufgebaut.